Der Barockgarten

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Der Barockgarten

aus der Vogelperspektive.

 

Der Barockgarten wurde ab 1699 unter Johann Friedrich II. von Alvensleben zusammen mit dem Schloss angelegt und besitzt einen hohen kunsthistorischen Rang als einer der ältesten klas­sisch-französischen Gärten in Deutschland. Die Anlage gliedert sich in vier Hauptterrassen und nimmt den gesamten östlichen Schlossberg ein. Für die Erbauungszeit überaus bemerkenswert und heute wieder erlebbar ist die kunstvoll kalkulierte Gliederung der Parterrezone unter Berücksichtigung optischer Überschneidungen und verzögerter Perspektivwirkung. Die Ausstattung konnte neben den aufwendig formierten Beeten, Hecken und Alleen mit zahlreichen Gartenskulpturen, Brunnen, Grotten sowie dem heute noch erhaltenen Pariser Tor am Ende der Hauptachse prunken. Mehr noch als am Schloss lassen sich im Garten unterschiedliche Einflüsse aus Hannover, Salzdahlum und Berlin nachweisen.

Wie am Schloss sind auch am Garten die Zeitläufe nicht spurlos vorüber­gegangen. Gärtnerischen Umgestaltungen im 19. und 20. Jahrhundert folgten völlig zweckfremde Nut­zungen z.B. als Fußballplatz, bis die Anlage seit 1991 in großen Zügen rekonstruiert werden konnte. Einen Schwerpunkt bildet seither auch die im Garten angesie­delte Obstsortensammlung zu historischen Sorten der Altmark und nördlichen Börde.