Treff: Donnerstags 19.00 Uhr in derSchlossverwaltung

Kontakt: Dr. Harald Blanke, Tel. 03904-44265, Mail: Blanke@schloss-hundisburg.de

 

Go ist ein faszinierendes fernöstliches Strategiespiel für zwei Personen.

Es wurde vor rund 4000 Jahren in China erfunden und später in Japan zu seiner heutigen Form entwickelt. Go ist weltweit das älteste Spiel, das nach wie vor in seiner Ursprungsform gespielt wird. Go wird vorwiegend in Japan (囲/碁 - igo), China (圍棋 / 围棋 - wei-qi) und Korea (바둑 - baduk) gespielt und fand seit dem 20. Jahrhundert auch Verbreitung außerhalb Ostasiens. Die International-Go-Federation bezifferte 2011 die Zahl der Go-Spieler weltweit auf rund 40 Millionen. Die britische Go-Association gibt 2013 die Zahl der weltweiten Spieler mit 60 Millionen an. Laut Angaben von Mind Sports Online lag die Zahl der Go-Spieler im Jahr 2000 weltweit bei rund 27 Millionen Menschen, wovon allein 22 Millionen in Asien lebten. Deutschland lag nach dieser Berechnung auf Platz eins der westeuropäischen Länder.

Erste Nachrichten über das Spiel finden sich in Deutschland seit Anfang des 17. Jahrhunderts, Oskar Korschelt schuf ab 1880 mit seinen Veröffentlichungen die Basis für die aktive Verbreitung des Go-Spiels, der sich der vor rund 50 Jahren gegründete Deutsche Go-Bund angenommen hat.

 

Spielgeschehen: Die Spieler setzen abwechselnd schwarze und weiße Steine auf die Schnittpunkte eines aus 19x19 Linien gebildeten Rasters. Ziel ist es, mit den eigenen Steinen mehr Gebiet zu umhegen als der Gegner. Es wird nur gesetzt, nicht gezogen. Es ist aber trotzdem möglich, Steine des Gegners zu schlagen, indem man sie lückenlos umzingelt.

 

Go fasziniert durch Einfachheit und Komplexität gleichermaßen. Es verfügt nur über wenige, leicht zu erlernende Regeln, bietet aber auf dieser Basis eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Spielmöglichkeiten. Während die Regeln in fünf Minuten erlernt werden können, reicht das sprichwörtliche Menschenleben nicht aus, um die Tiefen des Spiels vollends zu ergründen. Die Zahl aller möglichen Züge ist nicht nur ungleich höher als beim Schach, sondern übersteigt sogar die von Einstein errechnete Anzahl der Atome im Universum.

Computerprogramme sind infolgedessen erst seit Kurzem in der Lage, professionelle Spieler zu schlagen. Die erfolgreiche Programmierung von Go wird von Experten sogar  als eine der Nagelproben auf dem Weg zur künstlicher Intelligenz beurteilt.

Altersdemenz und Alzheimer sollen neueren Untersuchungen nach durch Go mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgehalten oder sogar abgebaut werden. Während Schach vorwiegend Aktivitäten in der linken Gehirnhälfte erzeugt, stimuliert Go beide Gehirnseiten. Auch auf die geistige Entwicklung von Kindern soll Go sich sehr förderlich auswirken. Man kann also nicht früh genug damit beginnen, es ist aber auch nie zu spät.

 

In Hundisburg wird seit Ende 2009 ein wöchentlicher Spielabend angeboten. Gäste sind jederzeit willkommen.

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Die Go-Spiel-Gruppe in Hundisburg

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